Geschichtliche Lügen als Basis des Zusammenhaltes

Geschichtliche Lügen als Basis des Zusammenhaltes

Ein Beitrag von Kurzer


Nach der “Heartland-Theorie” des britischen Geographen Halford Mackinder wäre ein mit Rußland vereintes Deutschland unüberwindlich. Auch wenn Mackinder es noch so interpretierte, daß Deutschland Rußland dazu beherrschen müsse.

Viele Deutsche vertreten völlig berechtigt die Meinung, daß eine Partnerschaft zwischen Rußland und Deutschland sehr zu begrüßen wäre.

Diese kann es aber nur zwischen souveränen und gleichberechtigten Ländern auf Augenhöhe geben. Möglich wäre dies aber nur, wenn in Bezug auf die geschichtlichen Vorgänge, speziell der letzten einhundert Jahre, endlich Klartext gesprochen wird.

Was jedoch geschieht kann man sehr gut in Beziehung auf den Konflikt in der Ukraine aber auch, wie in folgendem Beitrag, in Bezug auf Polen sehen. Alle hauen sich gegenseitig die Taschen voll, wer wohl wessen Opfer geworden ist, um dann gemeinsam auf das “faschistische Nazideutschland” zu schimpfen, welches ja diverse Länder “überfallen” habe.

Dabei haben sie alle ihre “Leichen im Keller”. Polen, da es sich von England mißbrauchen lassen hat, um den Auslöser dafür zu geben, was dann in WK II mündete. Und Rußland, welches sich ja auch als armes überfallenes Opfer darstellt, was ja durch eine Vielzahl revisionistischer Arbeiten längst widerlegt ist. Stellvertretend sei hier  “Stalins verhinderter Erstschlag” von Viktor Suworow genannt.

Eine Schlüsselrolle kommt bei all diesem Wladimir Putin zu, welcher gerade in den letzten Jahren keine Gelegenheit ausläßt, um an die “Verbrechen der deutschen Nazifaschisten” zu erinnern. Siehe auch hier.

Nun entdeckte ich bei der Online-Ausgabe des Focus diesen Artikel:

Russland-Rocker auf Weltkriegs-Reise: Putins”Nachtwölfe” wollen nach Berlin

“… Der russische Biker-Club “Die Nachtwölfe” will auf einer Motorradtour von Moskau quer durch Ost- und Mitteleuropa bis nach Berlin den Weg der Sowjetarmee am Ende des Zweiten Weltkriegs nachfahren. In den Ländern regt sich bereits Widerstand – von anderen Rockern.

Die Motorradtour der Rocker beginnt am 25. April und endet symbolträchtig am 9. Mai in Berlin, dem Tag der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg. Die russischen Biker wollen, so versichern sie, die “guten Beziehungen” zwischen Russland und den durchquerten Ländern stärken. Besucht werden sollen dabei außer Deutschland noch Weißrussland, Polen, Tschechien, die Slowakei und Österreich. “Ziel ist es, das Andenken an diejenigen zu ehren, die beim Kampf gegen den Faschismus gefallen sind”, sagte Organisator Andrej Bobrowski.

Einige Rocker kämpfen mit den Separatisten

Die Nachtwölfe zeigen sich zwar regelmäßig an der Seite von Russlands Präsident Wladimir Putin, streiten aber jedes politische Engagement ab. “Wir sind keine Historiker, aber wir wollen die hunderttausenden von Zivilisten nicht in Vergessenheit geraten lassen, die im Krieg gestorben sind”, sagte Bobrowski. Er erwarte deshalb von allen, ihnen bei ihrer Aktion zu helfen, selbst von jenen, die diese nicht respektierten.

Der kurz vor Zusammenbruch der Sowjetunion 1989 gegründete Club zählt in deren Nachfolgestaaten heute rund 5000 Mitglieder. Die Biker waren bisher unter anderem kurz nach der Annexion durch Russland auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim unterwegs und tauchten auch schon in der Separatistenhochburg Lugansk in der umkämpften Ostukraine auf. Einige der Rocker entschieden sich dabei, gleich vor Ort zu bleiben und die Separatisten bei ihrem Kampf gegen Kiew zu unterstützen.

Polen-Biker wehren sich gegen die “Nachtwölfe”-Reise

In Polen haben die Pläne der Nachtwölfe bereits regen Widerstand ausgelöst. Mehr als 9000 Unterschriften wurden für eine Petition gesammelt, die von den Behörden verlangt, den rund vierzig erwarteten Bikern die Einreise zu verwehren. Seit dem Beginn der Ukraine-Krise haben sich die Beziehungen beider Länder rapide verschlechtert.

“Mit wehenden russischen Flaggen wollen sie den Weg der Roten Armee nachfahren, die Polen niemals Freiheit gebracht hat”, sagte Jarek Podworski, ein Biker aus dem ostpolnischen Lublin, der die Petition gestartet hatte.

Doch angesichts der heftigen Ablehnung des Projektes hat sich ein anderer polnischer Biker-Club auch schon für den Besuch der Nachtwölfe ausgesprochen: “Wenn wir in Russland unterwegs sind, werden wir immer herzlich empfangen”, sagte Wiktor Wegrzyn …”

Geschichtliche Lügen als Basis des Zusammenhaltes

So erfährt man in dem Artikel auch noch (als Anmerkung zu einem Bild), daß Putin die Nachtwölfe als “Brüder” bezeichnet.

Immer wieder wird gesagt,  Putin müsse die Legende vom “Großen Vaterländischen Krieg” aufrechterhalten, da diese Rußland zusammenhalte. Wenn aber eine komplett widerlegte historische Lüge die Basis für Rußlands Existenz ist, dann ist dort etwas grundsätzlich faul.

 

Veröffentlicht am 21/01/2016, in Allgemein, faschistische Nazideutschland, Großer Vaterländischen Krieg, Russland, Vladimir Putin, zweiter Weltkrieg. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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